DER WÜSTENDOKTOR                       52 Min./arte                         

360o - Die Geo Reportage   

                                                                                     



Regie: Claudia und Günter Wallbrecht

Kamera: Günter Wallbrecht

Ton: Matthias Wittkuhn

Schnitt: Birgit Böttcher

Produktion: Medienkontor FFP GmbH / 2005 

          


Ousmane Dodo ist am Rande der Ténéré Wüste der einzige Mediziner, der seine Landsleute in dieser lebensfeindlichen Umgebung behandelt. Mit dem Kamel folgt er den Familienclans, die auf ihrer Suche nach Wasser und Futter für die Herden umherziehen. Er liebt diese spröde Landschaft, die Weite und die Einsamkeit. Und er liebt die Menschen, die hier der glühenden Sonne und der Dürre trotzen.

Wenn Ousmane Dodo in die Zeltlager der Tuareg-Nomaden kommt, wird er als Freund und Heiler willkommen geheißen. Sie nennen ihn „Doktor“, obwohl er genau genommen Krankenpfleger und Geburtshelfer ist, aber in der nigrischen Ténéré-Wüste ist er der einzige, der sich um die gesundheitlichen Sorgen und Nöte der Tuareg kümmert. Ousmane Dodo benutzt zur Behandlung seiner Patienten sowohl das alte Wissen über die einheimischen Kräuter, als auch moderne Medikamente. „360° -Die GEO-Reportage“ begleitet Ousmane Dodo auf seiner „Visite“ und zeigt, nah an den Menschen,  den Alltag und das Leben der Nomaden.

SIEBENBÜRGEN BLÜHT                                             30 Min. / WDR

Rosenbauern in Rumänien                                        




Regie: Günter Wallbrecht

Kamera: René Begas

Ton: Henning Schiller

Schnitt: Uschi Johanni

Produktion: WDR / 2004

Format: HDCAM   




Rückständige Dörfer, verwahrloste Städte, Armut und Elend gehören in vielen Gegenden Rumäniens zum Alltag. In Danes - nicht weit vom angeblichen Geburtsort des Grafen Dracula - soll nun alles anders werden. In Danes blühen seit kurzem Duftrosen,  und die Bauern hoffen auf eine neue Einnahmequelle.


Fünf Tonnen Rosenblüten brauchen sie für einen Liter Rosen-Öl - und das ist teurer als Gold. Normalerweise sucht hier jeder nach einem Job, doch in diesem Sommer fehlen Arbeiter. Und so kommt es auf den Feldern zu ungewöhnlichen, bislang undenkbaren Begegnungen: Rumänen, Siebenbürger Sachsen und sogar Roma, die sonst ausgegrenzt am Rand der Dörfer leben, arbeiten Hand in Hand.  Die Reportage beobachtet das neue Miteinander - nicht nur auf dem Rosenfeld.

Mare TV - DANZIGS GANZER STOLZ                            45 Min. / NDR

Eine Stadt und ihre Werften



Regie: Claudia Wallbrecht

Kamera: Florian Melzer

Schnitt: Renate Ober

Produktion: nonfictionplanet/NDR/2003                                                         


Auf der Danziger Leninwerft hat alles angefangen: die Solidarnosc, die neue Freiheit. Hier haben sie Lech Walesa auf ihren Schultern getragen.  Noch immer beginnt um 5 Uhr die Frühschicht für die Schweißer, doch im Büro des Stadtplaners steht schon das Modell der geplanten „Werftcitiy“ mit Bars und teuren Lofts.  Der junge Fotograf Michal findet bei klirrender Kälte zwischen den rostigen Hallen seine Motive.  Die alten Zeiten kennt er nur aus Erzählungen seines Vaters. Michals Generation steht die Welt offen. Dank Solidarnosc und  den alten Arbeitern der Leninwerft. Die treffen sich nach der Arbeit in der Kneipe „Pod Schodami“ und träumen von einem Urlaub auf Mallorca. Der Film begleitet, Schweißer, Stadtplaner und junge Künstler, die heute auf dem  Werftgelände wohnen und arbeiten. Die einen träumen von gestern, die anderen von morgen. Aber alle schauen täglich bei Pani Ola im Werftkiosk vorbei. Ola liebt den Papst und Radio Marija. Sie verkauft dem Kranführer Zigaretten  und dem Fotografen Michal Schokolade.  Dass es den Arbeitern heute so schlecht geht, bringt sie in Rage. Aber den jungen Leuten geht es besser, sagt sie. Vielleicht war doch nicht alles umsonst?

GEFANGEN IM PARADIES                                         30 Min. / WDR

Italiens letzter Inselknast    /    wdr-weltweit




Regie: Günter Wallbrecht

Kamera: Michael Norberg

Ton: Thorsten Janssen

Schnitt: Irmtraud Hoffmann

Mitarbeit: Dominik Pratesi

Produktion:    WDR / 2003                                                         






Bedächtig, als habe er alle Zeit der Welt, treibt der Hirte Salvatore Casula seine Schafe und Ziegen über die kleine Mittelmeerinsel Gorgona. Er wird das noch 5 1/2 Jahre machen, denn solange sitzt er noch als Häftling auf der zwei Quadratkilometer kleinen Gefängnisinsel fest. Seine 120 Mitgefangenen arbeiten im wohl ungewöhnlichsten italienischen Knast als Wein- und Olivenbauern, Viehzüchter oder Fischer, immer unter den Augen der Wärter. Die meisten Gefangenen sind mit den Haftbedingungen auf der kleinsten Insel des toskanischen Archipels zufrieden. Das eigentliche Problem auf Gorgona sind die unzufriedenen Justizbeamten, die sind genervt von ihrem abgeschiedenen Arbeitsplatz im Mittelmeer. Nichts los, vor allem kein Besuch. Die Reportage begleitet Gefangene und Wärter auf der Insel und zeigt den ungewöhnlichen Alltag auf Italiens letzter Gefängnisinsel.

DER FALL SPECHT                                                    45 Min. / ORB

Ein Dorf und seine Geschichte                                                                              



Regie: Günter Wallbrecht

Kamera: Hans-Jürgen Leihkauf / Günter Wallbrecht

Schnitt: Luzian Busse

Co-Produktion: G/W FILM & ORB / 2002                                                  



Seit 1947 lebt Eberhard Specht in Sao Paulo/Brasilien. Er ist 84 Jahre alt. In seinem Leben wurde er dreimal von verschiedenen deutschen Regierungen um seinen Besitz gebracht. Seit 1990 kämpft er um die Rückübertragung seines Eigentums. Eberhard Specht verbringt seine Kindheit und Jugend auf Gut Dolgenbrodt. Seine Mutter ist Jüdin, aber das spielt in dem kleinen Dorf zunächst keine Rolle. Fast alle arbeiten auf  dem Gut der Spechts, die Atmosphäre im Dorf ist harmonisch. Als die Familie nach der Machtergreifung der Nazis in Schwierigkeiten gerät und Eberhard Specht in einem Außenlager des KZ-Buchenwald inhaftiert wird, sehen die Nachbarn jedoch weg. Der Besitz der Familie ist nach der Beschlagnahme durch die Nazis kurz vor Kriegsende und die Enteignung durch die Bodenreform in der DDR verloren.

Nach der Wende schöpft Eberhard Specht Hoffnung, doch noch einen Teil des ehemaligen Familienbesitzes zurück zu bekommen. Aber in Dolgenbrodt haben sich die Dorfbewohner die idyllischen Seegrundstücke zu Spottpreisen zugeschoben. Damit nicht genug, kurz darauf gelangt der Ort zu trauriger Berühmtheit, als ein bezugsfertiges Asylbewerberheim in Flammen aufgeht. Die Dolgenbrodter hatten zwei rechtsradikale Jugendliche für die Tat angeheuert. Heute versucht Eberhard Specht mit der Gemeinde in Kontakt zu kommen und bemüht sich um eine gütliche Einigung. Ein schwieriger Weg.

Der Film erzählt die Geschichte eines Mannes, dem Unrecht getan wurde und die seines Heimatdorfes. Eine Geschichte von Vorteilsnahme und vom Wegsehen. Eine Geschichte vom Verdrängen. Eine Geschichte, die am Ende von allen Beteiligten etwas anders erzählt wird.


Die gerichtlichen Auseinandersetzungen um die Rückübertragung dauern bis heute an.

LEBEN MIT DIABETES                                                 45 Min. / NDR

                                                

Regie: Claudia Kucza

Kamera: Matthias Jung, Fred Fechtner

Schnitt:  Marguerite Thiele-Dohrmann 

Produktion: NDR / 2001                                                         




Diabetes. Was heißt das für die 14-jährige Laura und was für den 74-jährigen Uwe Roolfs? Darf sich Reinhard Stender hin und wieder einen seiner geliebten Cocktails genehmigen? Wie riskant ist Hedda Prechts erster Fallschirmsprung? Und was muss Sandra Helmcke während ihrer Schwangerschaft beachten? Der Film begleitet 5 Menschen, die mit der Krankheit Diabetes leben: zur Schule und zur Arbeit, zum Arzt, zum Fallschirmspringen und in die Cocktailbar und zeigt, dass Diabetiker viel Verantwortung tragen aber zugleich ein ganz normales Leben führen können, wenn sie die Herausforderung annehmen.

ASTRID LINDGREN - Themenabend                              60 Min. / arte

Eine Reise durch die Geschichten Astrid Lindgrens


Regie: Claudia Kucza

Kamera: Günter Wallbrecht

Ton: Markus Kästner

Schnitt: Kay Ehrich

Produktion: Media Compact/Studio Hamburg/NDR/2001                                                                                                  



Karlsson vom Dach war Astrids heimliche Lieblingsfigur, sagt Lindgrens Tochter Karin: „Weil er ihr ein bisschen ähnlich ist, weil für ihn ebenfalls nichts Äußerliches zählt.“ Und Pippi Langstrumpf war Lindgrens größter Erfolg. Zumindest in Deutschland, wo nach dem Krieg die Sehnsucht groß war nach diesem mutigen, aufmüpfigen und nicht von Autoritäten zu beeindruckenden Wesen. Dagegen fanden die Franzosen die freche Pippi zu wenig mädchenhaft und überhaupt – zu wenig französisch. Der Film ist eine Reise zu den großen Figuren Astrid Lindgrens, von der wunderbar heilen Welt Bullerbüs bis in den dunklen Zauberwald der Ronja Räubertochter, Lindgrens reifster und komplexester Figur.

DAS HARRY-POTTER-FIEBER                                     30 Min. / NDR

Ein Buch bricht alle Rekorde


Regie: Claudia Kucza

Kamera: Joachim Lühning, Günter Wallbrecht

Schnitt: Angelika Beer

Produktion: NDR / 2000    






Was ist das für ein Buch, das Tausende von Kindern in Leseratten verwandelt und magisches Denken wieder salonfähig macht? Die Reportage begleitet Harry-Potter-Fans in den letzten Wochen vor Erscheinen des neuen Bandes: beim Bügeln ihrer Zauber-Umhänge, bei Harry-Potter-Lesungen und in den fieberhaften letzten Minuten, da die versiegelten LKW mit dem ersehnten (Lese-)Stoff eintreffen.



MYTHOS, MOOR & MARMORKUCHEN                        45 Min. / NDR

Die Künstlerkolonie Worpswede


Regie: Günter Wallbrecht

Kamera: Hanno Hart, Stefan Paul, Günter Wallbrecht

Ton: Thomas Gaede

Schnitt:  Burkhard Fritz

Produktion: G/W FILM / 2000 / Gefördert mit Mitteln der nordmedia     


Seit rund hundert Jahren zieht das Künstlerdorf Worpswede im Teufelsmoor bei Bremen Maler,  Dichter und Touristen an. Die Erinnerung an August Macke, Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler und andere hat sich längst zum Mythos verklärt. Der Film macht sich auf die Suche nach dem Worpswede von heute. Kunst und Künstler gibt es nach wie vor im Dorf. Und es scheint, als hätten sich hier vor allem eigenwillige und ungewöhnliche Menschen abseits der ausgetreten touristischen Pfade niedergelassen. Der Film stellt Künstler wie Natascha Ungeheuer, Heini Linkshänder, Fritz Dressler und Waldemar Otto mit ihrer Arbeit vor. Aber auch Bauer Wellbrock macht sich so seine Gedanken über die Künstler-Nachbarn und über das Leben im Moor.

WELTEN TREFFEN AUFEINANDER                           45 Min. / NDR

                                       

Regie: Claudia Kucza

Kamera: Günter Wallbrecht

Ton: Ruth Reeh-Georgi

Schnitt: Manuela Trauter

Produktion: Fricke Film München / NDR / 2000



Die vietnamesische Choreografin Ea Sola probt in einem Viertel von Hanoi. Noch fünf Wochen bis zur Expo und dem umjubelten Auftritt ihrer Truppe. In einem winzigen Weiler in Ungarn tanzen und spielen die Roma-Musiker von Kek Lang im Wohnzimmer des Großvaters Ferenc. Das Programm für Hannover steht. Und auf dem Expo-Gelände schwärmt Kasper König von den Projekten der eingeladenen Künstler. Wenn er aus dem Fenster schaut, sieht zwar alles noch nach Großbaustelle aus, aber das wird schon. Der Film begleitet Theatermacher aus London, Kulturchef Tom Stromberg  und einige der geladenen Künstler bis zu ihrem Auftritt in Hannover.                                       

LOSGEHEN IST LEICHTER                                        45 Min. / NDR

Wandergesellen suchen ihren Weg


Regie: Günter Wallbrecht

Kamera: Ayhan Salar

Ton: Sigrid Heimsoth

Schnitt: Arno Schumann

Produktion: G/W FILM / NDR / 1999    

Gefördert mit Mitteln der nordmedia Fonds GmbH



Wandergesellen? Heute? Fünf junge Handwerker werden in unterschiedlichen Situationen und Stationen ihrer drei Jahre langen Wanderschaft begleitet. Wie gehen sie mit der scheinbar überholten Tradition um. Was bedeuten ihnen die alten Bräuche und Rituale der Schächte, in denen die Wandergesellen organisiert sind. Welche Motive bringt sie auf die Wanderschaft und welche Ziele verbinden sie damit. Der Film zeigt ungewöhnliche Menschen in einer extremen Lebenssituation auf Zeit.

MARSCHZIEL LOURDES                                              30 Min. / NDR

Wenn Soldaten auf Pilgerfahrt gehen                                               




Regie: Viola Schmid und Claudia Kucza

Kamera: Christian Widuch

Schnitt: Gitta Brombach

Produktion: NDR / 1998                                                         




Wenn Soldaten auf Pilgerschaft gehen, dann tun sie das zwar in Uniform und im Gleichschritt, aber im Marsch-Gepäck haben sie die gleichen Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte wie andere Pilger auch. Beim Schuhe putzen im internationalen Soldaten-Camp, beim beschwerlichen Aufstieg zum Kreuzweg und beim abendlichen Feiern, die Reportage zeigt junge Soldaten zwischen Corpsgeist und ganz persönlicher spiritueller Suche.

   


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                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Filme (Auswahl):

Gesche Gottfried: MIT-GIFT-LEBEN                          30 Min. / DCTP

Stunde der Filmemacher



Regie: Imke Weitkamp und Günter Wallbrecht

Kamera: Günter Wallbrecht

Ton: Andreas „Rudi“ Dutschke

Schnitt: Sigrid Heimsoth / G.Wallbrecht

Produktion G/W FILM für Alexander Kluge / DCTP / 1996 

     

Die angesehene Bremer Bürgersfrau Gesche Gottfried  vergiftet von 1813 bis 1827 fünfzehn Menschen, darunter ihre Eltern, ihren Zwillingsbruder, ihre Kinder und Ehemänner. Mindestens neunzehn Menschen bekommen von ihr Gift in einer nicht-tödlichen Dosis. Die arglosen Bremer bedauern die Gottfried zunächst wegen der vielen Unglücksfälle in ihrer Familie und Ihrer nahen Umgebung. Sie nennen sie sogar „Engel von Bremen“, da sie ihre Opfer, nachdem sie ihnen Gift gab, im Todeskampf hingebungsvoll pflegte. Trotz vieler Gerüchte kann sie über vierzehn Jahre hinweg unbehelligt ihre Familie, ihre Nachbarn und Gläubiger vergiften. Ihre Taten erschüttern die Biedermeier-Welt der Bremer Gesellschaft. Warum konnte die Gottfried so lange jeden Verdacht zerstreuen? Warum wurden die qualvollen Tode der Opfer von den Bremer Ärzten nicht als Giftmord erkannt? Die Verhörprotokolle belegen, wie der Untersuchungsrichter fassungs- und erfolglos versucht, ein Motiv für die Taten zu finden. Ihr Morden bleibt unbegreiflich, vielleicht auch ihr selbst. Die Möglichkeit, das Gesche Gottfried psychisch krank und damit nicht schuldfähig sei, wurde verworfen. Dies ist für viele ein Ausdruck der patriarchalen Strukturen der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Am Ende wird Gesche Gottfried zum Tode verurteilt. Das Urteil wird als letzte öffentliche Hinrichtung auf dem Bremer Marktplatz vollstreckt.

Diese Frau erhitzt noch heute die Gemüter. Für die einen ist sie die heimtückische Mörderin, für andere, darunter Rainer Werner Fassbinder, gilt sie als Symbolfigur einer unterdrückten Frau, die durch die Giftmorde versucht, sich zu befreien. Der Film geht ihrer Lebensgeschichte und den sehr verschiedenen Deutungen ihrer möglichen Motive nach.

HYDE PARK                                           

  1. -Ein Ort zum Schreien -                                                          60 Min.



Regie: Günter Mey und Günter Wallbrecht

Kamera/Schnitt: Günter Wallbrecht

Produktion: Wallbrecht / Mey / 1988



Manche Orte sind besonders und werden als Freiraum und Platz für Experimente erlebt. Die Diskothek Hyde Park in Osnabrück war so ein Ort. Aus ganz Norddeutschland und den nahen Niederlanden kamen die Besucher. Als der Hyde Park 1983 geschlossen wird, kommt es eine Woche lang zu Demonstrationen, in deren Verlauf mehrere Polizeihundertschaften aus ganz Norddeutschland zusammengezogen werden.

Daraufhin kann die Diskothek am Stadtrand in einem Zirkuszelt weiter betrieben werden. Der Dokumentarfilm geht dem Phänomen dieses Ortes nach und lässt Zeitzeugen zu Wort kommen, die Ihre persönliche Entwicklung und Geschichte mit der des Hyde Park verbunden sehen. 

Nicht zuletzt lässt der Film das Lebensgefühl der 80er Jahre wieder aufleben.



Der Film ist erfolgreich auf diversen Festivals gelaufen, unter anderem auf der Berlinale 1989/Videofest. 2008 wurde „Hyde Park“ im Rahmen der Jugend-Kultur-Tage Osnabrück wieder aufgeführt, danach wird er für das Projekt „Zeitkapsel“ im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück verwahrt und dort im Jahr 2028 wieder zu sehen sein - versprochen!

FREDERIK VAN GELDER                                                         53 Min.

Im Versteck geboren               

          

Regie: Claudia und Günter Wallbrecht

Kamera / Schnitt: Günter Wallbrecht

Produktion: ww-media / 2008                                  FILM ANSEHEN          

  

Für:  Herinneringscentrum Kamp Westerbork  (NL) &

Jüdisches Museum Amsterdam / Joods  Historisch Museum


Kann man ein „normales“ Leben führen, wenn man während des Krieges in einem holländischen Kellerversteck geboren wurde? Wenn fast die ganze Verwandtschaft von der Gestapo verschleppt und ermordet wurde? Wenn die Eltern nach dem Krieg ihre jüdische Herkunft vor den Kindern verheimlichen und in Südafrika  versuchen, eine ganz normale Familie zu sein?

"Ich bin als südafrikanischer Zahnarzt nach Europa aufgebrochen und als holländischer Jude von dort zurückgekehrt“, erinnert sich Frederik van Gelder an seine erste Europareise vor 40 Jahren,  die ihn unter anderem nach Auschwitz führte.  Dort holt ihn die verdrängte Familiengeschichte ein. Frederik van Gelder, inzwischen 60 Jahre alt,  lebt seit einigen Jahren wieder in Holland, der alten Heimat seiner Familie. Erst jetzt fühlt er sich in der Lage, den Spuren seiner Familiengeschichte zu folgen. Er sucht das Kellerversteck, in dem er geboren wurde und findet Menschen, die sich noch an seine Eltern erinnern. Vorsichtig nähert er sich den kulturellen und religiösen Wurzeln seiner Familie. Er hofft,  das familiäre Trauma zu überwinden und auch die Frage nach seiner eigenen -jüdischen-  Identität zu klären.

ANWALT DER TOTEN                                                                       NDR

Nachruf auf Walter Kempowski


Autorin: Claudia Wallbrecht

Schnitt: Maja Schirdewan

Produktion: NDR / 2007


Als er in einem Fernsehinterview als kauzig bezeichnet wurde, schaute Walter Kempowski einen kurzen Moment lang erstaunt. Dann schmunzelte er. Ja, ein wenig kauzig sei er wohl. Der ehemalige Volksschullehrer, der abgeschieden im niedersächsischen Dorf Nartum lebte, bewahrte sich bis zum Schluss seinen eigenwilligen, bei aller Melancholie stets liebevollen Blick auf die Welt und die Menschen.

Krieg, Flucht, Vertreibung und die Folgen totalitärer Systeme, darum kreiste Kempowski in seinem Werk. Ob kleinbürgerliches Mitläufertum in seinem Roman „Tadellöser und Wolff“ oder die Tragödie des Zweiten Weltkriegs als Geschichte von unten in seinem dokumentarischen Mammutwerk „Echolot,“ Kempowski blieb immer an der Seite seiner Protagonisten und auf Augenhöhe mit seinen Lesern. In seinem Haus legte er ein gigantisches Archiv an, in dem er Tagebücher und Briefe aus der Zeit der Weltkriege sammelte. Unermüdlich arbeitete er an deren Auswertung  und collagierte ausgesuchte Passagen zu einem vielstimmigen Zeitzeugen-Chor.  Einfache Leute, Politiker,  Schriftsteller,  Soldaten im Schützengraben, alle sollten zu Wort kommen. „Ich bin der Anwalt dieser Toten,“  sagte Walter Kempowski. Der Film zeichnet Leben und Werk des Autors und Archivars nach, der nach eigenen Aussagen gerne Deutscher war – „mit allen Konsequenzen“.

DIES...                                                                                          30 Min.

Experimentalfilm


Regie: Günter Wallbrecht

Kamera: Günter Wallbrecht

Schnitt: Andreas Tillmanns

Produktion: G/W FILM / 1992 

    

Mit: The Dry Halleys, Felix Esterhazy, Carmen Rita Maria,

Anja Fussbach




Was passiert, wenn eine Avantgardeband, ein Filmemacher, ein Schriftsteller, eine Tänzerin und eine Bildhauerin zusammenarbeiten? Eine Performance, eine besondere dazu. Der Film über dieses bunte Treiben ist ein Bildgedicht, eine  Dokumentation, ein Experiment. 1992 wurde das Performanceprojekt zum European Media Art Festival in Osnabrück eingeladen.

POINT OF NO RETURN                                                            15 Min.

Kurzfilm


Regie: Günter Wallbrecht

Kamera: Willi Burger / Günter Wallbrecht

Schnitt: Günter Wallbrecht

Produktion: G/W FILM / 1990



Mitwirkende: Michael Bergsieker, Astrit Büttner, Eckehart Müller, Brigitte und Noel Stellter, Peter Pusch, Daniela und Yvonne Ruoco, Volkert Wallbrecht, Christian Walter, Detlef Ziegert.

 


   

Kann man an einem langen Sommerwochenende einen Science-Fiction-Film  drehen? Noch dazu im Stil der Hollywood-B-Movies der 50er Jahre? Man kann! Der Film erzählt auf mehreren Ebenen und zitiert dabei aus der Filmgeschichte. Die Story: Endzeitstimmung. Offensichtlich nach einer Katastrophe. Ein Trupp Männer in silbernen Schutzanzügen patrouilliert durch die ausgestorbene Straßen einer Stadt. In einem Auto erwacht eine Frau neben einem leblosen Mann. Was ist geschehen? Was wird passieren, wenn die Patrouille sie entdeckt? Was geschieht am Drehort, als dem Filmteam das Geld ausgeht und der letzte Meter Film verbraucht ist? Was macht der Regisseur, der verwirrt aus einem Alptraum erwacht?

Nicht zuletzt ist dieser Film eine Hommage an Wim Wenders und seinen Film "Der Stand der Dinge". „Point of no return“ lief auf mehreren Festivals.

MEINE KINDHEIT...AN DER SEE                                   43 Min. / NDR

                 

Regie: Claudia Wallbrecht

Kamera: Harald Cremer

Ton: Dominik Janssen, Tim Pattberg

Schnitt: Jan Wilm Schmülling

Redaktion: Carola Meyer

Produktion: taglicht media / NDR / 2010



Eine Kindheit an der See riecht nach Schlick, Schiffsdiesel und Fisch. Ob in Rostock, Cuxhaven, am Greifswalder Bodden oder auf der Hallig - Seekinder wachsen mit einem Gefühl von Freiheit auf. "Im Sommer waren wir den ganzen Tag draußen," erzählt Johann Petersen, der auf der Hallig Langeneß aufgewachsen ist. Der Strand ist ein großer Abenteuer-spielplatz, aber das Meer fordert auch Respekt. Wenn die Flut kommt draußen im Watt oder im Herbst, wenn die ersten Stürme aufziehen. Sandra Kammholz erinnert sich noch gut an den Kloß im Hals und die Angst um ihren Vater, der als Kapitän draußen auf See war. An Weihnachten war das besonders schlimm. Für die Kinder in der DDR war das Meer nicht nur Freiheit, sondern auch Grenze. Saskia Valencia, in Rostock aufgewachsen, hoffte jeden Winter, dass die Ostsee zufriert und sie endlich los laufen kann – nach Dänemark.

"Meine Kindheit an der See": Porträts von Menschen, die am Meer aufgewachsen sind.


MEINE KINDHEIT... IN DER WEIHNACHTSZEIT           43 Min. / NDR

                                            

Regie: Claudia Wallbrecht

Kamera: Günter Wallbrecht

Ton: Max Kuhl

Schnitt: Sandra Brandl

Redaktion: Carola Meyer

Produktion: taglicht media / NDR  / 2010


Die Weihnachtszeit ist voller Hoffnung und Vorfreude. Sie duftet nach Plätzchen und Tannengrün. Heiligabend gibt es Kartoffelsalat mit Würstchen oder Gänsebraten mit Klößen. So war es schon immer und so soll es möglichst für immer bleiben.
Doch die norddeutsche Nachkriegsgeneration hat ein ganz anders Weihnachten erlebt, als die Generation ihrer Enkel. Der Film "Meine Kindheit in der Weihnachtszeit" macht eine nostalgische Zeitreise in die 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Prominente und "ganz normale" Norddeutsche erinnern sich an die Weihnachtszeit ihrer Kindheit. "Die schönste Zeit des Jahres"? Nicht für alle.

"ICH FIND, DIE SINGEN DA SO KOMISCH"                    58Min / NDR

Oper für Anfänger


Regie: Claudia und Günter Wahlrecht

Ton: Nadja Köpke

Schnitt: Andreas Zerr

Redaktion: Christine Gerberding, Jürgen Meier-Beer

Produktion: ww-media im Auftrag des NDR / 2009


Gefördert mit Mitteln der nordmedia Fonds GmbH


Der Film wurde mit dem puk-Journalistenpreis 2010

des deutschen Kulturrates ausgezeichnet.



                                                                       

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Daniel weiß von Oper gar nichts. Vanessa findet: "Die singen da so komisch." und Lion meint, dass die ganze Veranstaltung wohl eher etwas für ältere und reiche Leute ist. Das verbinden Jugendliche aus der 9. Klasse mit Oper. Und trotzdem: Sie alle haben sich auf ein Projekt des Theaters Osnabrück eingelassen, in dem sie die Probenarbeit zum "Freischütz" begleiten. Fernab ihres alltags können sich die Schülerinnen und Schüler im Theater ausprobieren, mit Instrumenten experimentieren und werden sogar Teil der Inszenierung. Acht Wochen intensiver Arbeit neben Schule, Ferienjob und Fußballplatz. Die Dokumentation zeigt, wie die Haupt- und Gymnasialschüler den Opernbetrieb kennenlernen. Leistungsdruck und Versagensangst, Liebeskummer und Sprachlosigkeit sind nicht nur Themen in der Oper.


EASTERN VOICES                                                        49 Min. / DVD


Regie: Frank Scheffer / Günter Wallbrecht

Kamera: Güngter Wallbrecht / Frank Scheffer

Kameraassistent / Ton: Felix Lübbert

Produktion: Dreyer Gaidio / ww-media / Frank Scheffer

für: Freunde des Morgenland Festivals Osnabrück 2010

Vertrieb: EuroArts (BluRay und DVD, 5.1 Dolby Sound)


Der Film wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik / Bestenliste 2011 ausgezeichnet.


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Das erste Konzert des neu gegründeten Morgenland Chamber Orchestras droht zu platzen. Es wird heftig diskutiert. Immer wieder singt Alim Qasimov dem Dirigenten eine Passage vor. Der macht sich Notizen in der Partitur. "Das war wirklich Stress, Alim klar zu machen, dass wir eine feste Struktur für das Orchester brauchen", sagt Geiger Christian Heinecke. Musiker aus dem Nahen und Mittleren Osten treffen beim Morgenland FestivalOsnabrück auf die abendländische Musiktradition. Der Film begleitet diesen Annäherungsprozess. In Konzerten und Gesprächen stellen Alim Qasimov & Fargana Qasimova (Aserbaidschan), Ibrahim Keivo (Syrien), Salar Agili & Harir Shariazadeh (Iran) und Yulduz Turdieva (Usbekistan) ihre Musik vor und suchen mit dem Morgenland Chamber Orchestra nach neuen musikalischen Ausdrucksformen.


"Mit der richtigen Mischung aus dokumentarischer Distanz und intensiver  Nähe begleiten Frank Scheffer und Günter Wahlrecht die mitunter auch schwierige Begegnung faszinierender Künstler aus dem mittleren Osten mit "klassischen" Musikern. Eine gelungene Hommage überdies an das wichtige Osnabrücker Festival."  (Für die Jury: Juan Martin Koch)

45 Min. - NACHBAR TÜRKE                                       45 Min. / NDR


Regie: Claudia Wallbrecht

Mitarbeit: Özgür Uludag

Kamera: Jan Bahls

Ton: Andreas Zahrndt

Schnitt: Bettina Bosse

Produktion: NDR / 2011


"Die Leute wechseln die Straße, die setzen sich in der S-Bahn nicht neben uns, weil wir irgendwie gefährlich aussehen", erzählen Ender und seine Freunde aus Hamburg-Horn.

In Hamburg haben fast 30 Prozent der Bewohner einen Migrations-hintergrund. Wie wachsen junge Menschen dort auf? Welche Chancen haben Einwanderer-Kinder, einen guten Schulabschluss zu machen und eine Ausbildung zu finden? Wie sieht der Alltag aus in einer Grundschule, in der Deutsch nur eine von 25 Muttersprachen ist? Und wieso haben Bewerber mit türkischem Namen selbst mit akademischem Abschluss immer noch schlechtere Chancen auf eine Jobzusage? "Wenn ich mit einer Freundin in der S-Bahn deutsch spreche, dann gelte ich als integriert, klingelt dann aber das Handy und ich spreche türkisch, dann bin ich nicht integriert" sagt Kadir Özdemir aus Hannover. "Das ist wie ein Schalter: an, aus. Wäre ich dagegen z.B. US-Amerikaner oder Schwede, dann würde meine Zweisprachigkeit als erfreulicher Mehrwert wahrgenommen."

Der Film wirft einen Blick hinter die Fronten der Integrationsdebatte und redet dabei nicht über, sondern mit Migranten. Was läuft schief, was ist gut, was könnte besser sein - auf beiden Seiten.


BEETHOVEN IN STALINGRAD                                  60 Min. / DVD 

Eine Konzertreise


Regie: Claudia und Günter Wallbrecht

Kamera: Günter Wallbrecht

Ton / 2.Kamera: Max Kuhl

Schnitt: Günter Wallbrecht

Ton Konzertmitschnitt: Florian B. Schmidt

Tonmischung: Pierre Brand

Produktion: ww-media 2013


Der Film wurde durch die freundliche Unterstützung der

+werner egerland stiftung+, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräber-fürsorge e.V. sowie der Stiftung Gedenken und Frieden ermöglicht.


Die DVD ist bei Dreyer-Gaido Musikproduktionen erschienen.



Der Film wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik / Bestenliste 2014 ausgezeichnet.



TRAILER ANSEHEN               FILM BESTELLEN



„Sensibel eingefangen und auf 60 Minuten

komprimiert, dokumentieren die Bilder eine

Mission, die in Zeiten des weltpolitischen

Temperatursturzes umso nachhaltiger wirkt."

(Für die Jury: Wolf-Christian Fink)



Im Januar 2013 bricht das Osnabrücker Symphonieorchester zu einer besonderen Reise auf: nach Wolgograd, ehemals Stalingrad - die Stadt, die durch die Ereignisse im Winter 1942/43 zu einem Sinnbild der Kriegsschrecken geworden ist. 70 Jahre nach Ende der Schlacht von Stalingrad wollen russische und deutsche Musiker ein gemeinsames Gedenkkonzert geben. Wie sich herausstellt, kein einfaches Unterfangen.

Finden die denkbar unterschiedlichen Gedenkkulturen in einem „Alle Menschen werden Brüder“ zusammen?



MORGENLAND OFFROAD                                    8:40 Min. / MFO


Regie: Michael Dreyer, Günter Wallbrecht

Kamera: Günter Wallbrecht

Schnitt & Ton: Günter Wallbrecht, Michael Dreyer

Tonmischung: Martin Schmeing / Mühle der Freundschaft


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Mit einer Kompostion des syrischen Klarinettisten Kinan Azmeh im Gepäck, machen wir uns auf die Reise und besuchen Musiker aus Aserbaidschan, Libanon, Syrien und Xinjiang / China. Sie spielen den Song Track für Track ein, jeder in seinem Land. Mit jeder Aufnahme verändert sich der Ausdruck, die Atmosphäre und die Struktur des Liedes. Herausgekommen ist ein Stück, dass eine musikalische Entdeckungsreise ist. Es ist geprägt von den virtuosen Musikern, die ihre jeweilige musikalischen Hintergründe ebenso einbringen, wie sie auch auf  die Ausdrucksformen der anderen reagieren. Morgenland Offroad ist ein Lied, das um die halbe Welt ging, bevor es mit dem letzten Track auf dem Morgenland Festival in Osnabrück seine endgültige Form fand.

MEINE KINDHEIT...IN OSTFRIESLAND                  43 Min. / NDR

                 

Regie: Claudia Wallbrecht

Kamera:  Sandra Korth

Schnitt: Andrea Feldtmann

Redaktion: Carola Meyer

Produktion: NDR / 2013



Wer in Ostfriesland aufwächst, der braucht die Weite, den Himmel, das Meer - und die anderen Ostfriesen. Sie gelten zwar als wortkarg, aber wenn sie mal reden, dann haben sie eine Menge zu erzählen. Ob direkt hinterm Deich oder im Moor aufgewachsen, ob im Emder Hafen, auf einem Bauernhof, oder einer einsamen Insel – die Ostfriesenkinder in diesem Film schlagen einen Bogen von der Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre. Wie war das, als die Väter noch Heringsfischer, Böttcher oder Werftarbeiter waren? Als Emden in Trümmern lag und der Wohlstand erst langsam wieder Einzug hielt? Wieso ist es nicht ratsam, verletzte Möwen im Wohnzimmer aufpäppeln zu wollen oder kopfüber ins „Ewige Meer“ zu springen? Und was bitte ist „Klootschießen“?

Mal schmunzelnd, mal mit Wehmut erinnern sich ehemalige Ostfriesen-kinder an Armut nach dem Krieg, heimliche Autorallys hinter dem Deich, Frühschichten im Stall oder Torfstechen im Moor - und erzählen nebenbei die Geschichte ihrer ganz besonderen Region. Ergänzt durch einzigartiges, z.T. erstmals veröffentlichtes Archivmaterial. Oral History als bunte, emotionale Zeitreise.

                 

UNSERE GESCHICHTE                                              43 Min. / NDR

Hausbesuch: Gut Roest an der Schlei


Regie: Claudia Wallbrecht

Kamera: Florian Melzer, Günter Wallbrecht

Octocopter-Aufnahmen: Lars Pfeiffer, Lutz Burmester (Visionairmedia)

Schnitt: Maren Grossmann

Redaktion: Sebastian Bellwinkel, Carola Meyer

Produktion: nonfictionplanet / NDR 2014


Wie wäre es, wenn alte Gebäude sprechen könnten? Was würden sie erzählen von Kriegen, von Seuchen, von Zeiten der Not aber auch des Wohlstandes, von Aufstieg und Fall der Mächtigen durch die Jahrhunderte? Und wie sehr relativiert sich das Leben der einzelnen Bewohner plötzlich angesichts der Gemäuer, die Generationen von Menschen haben kommen und gehen sehen?„Wir sind alle nur Gast auf diesem Gut“, sagen die heutigen Bewohner auf Gut Roest bei Kappeln.

Dieser Film erzählt die Geschichte des mittelalterlichen Gutes in der Region Angeln an der Schlei. Das einzigartige Ensemble aus reet-gedeckten Ställen - groß wie Kathedralen, Kavaliershäusern und dem doppelten Herrenhaus war einst ein Rittergut, umgeben von mehreren Burggräben. Später reiches Adelsanwesen der Familie von Rumohr mit Leibeigenen und großer Landwirtschaft. Ab 1974 über 30 Jahre lang nur sporadisch bewohnt. Seit 2004 gehört das Gut der Familie Essing, die ein Trakehnergestüt betreibt.

Ausgehend vom heutigen Gutsalltag zwischen handfester Stallarbeit und filigranen Restaurierungen am denkmalgeschützen Bau, taucht der Film immer wieder ab in die Geschichte des Anwesens, die anhand von Archivmaterial und frechen Cartoons lebendig wird: Feudalherrschaft, Hexenprozesse, Aufstände, Fischfang im Mittelalter. Eine aufwendige Bildgestaltung mit Kran- und Flugaufnahmen macht den Film zu einem besonderen ästhetischen Vergnügen.


                 

MARE TV - Stettiner Haff                                         43 Min. / NDR

Ein polnischer Sommer


Regie: Claudia Wallbrecht

Kamera: Florian Melzer

Schnitt: Renate Ober

Redaktion: Alexander von Sallwitz

Produktion: nonfictionplanet / NDR 2014




Eine gigantische Lagune in der Ostsee: Das Stettiner Haff. Mündungsbereich von Oder und Peene, einst so fern, heute ganz nah. MareTV entdeckt eine verträumte Gegend mit gelassenen Menschen.

Kapitän Janusz Olszewski ist ganz vernarrt in sein Schiff, den "Bosman-Express" der zwischen Stettin und Swinemünde pendelt. Das russische Tragflächenboot sieht aus wie eine Rakete.

Krzysztof Banaszewski riskiert für seinen Beruf seine Leber: Er ist Wodka-Meister in Stettin. Sein Reich liegt 20 Meter unter den alten Jugendstil-häusern der Stadt. Dort lagert in einem Kellerlabyrinth das "flüssige Gold" Polens in dicken Eichenfässern. Was Krzysztof aus verschiedenen Jahrgängen zusammen mischt, nennt sich "Starka", hat einen warmen Goldton und entsteht nach einem Geheimrezept aus dem 15. Jahrhundert.

Wenn Mietek Kopiecki und Tadeusz Glowacki morgens aufs Haff hinaus fahren, ist es noch stockfinster. Und geredet wird nicht. Die beiden freuen sich still, wenn die Zander-Saison vielversprechend beginnt. Höhepunkt der Ausfahrt ist die Begegnung mit Seeadlern. Wie zum Dank für die waghalsigen Flugmanöver der majestätischen Greifvögel teilen die Fischer immer ein paar Fische ihres Fangs mit ihnen. Ehrensache: Ist doch der Adler Polens Wappentier.


                 

BRUCHSTÜCKE                                                                     43 Min.

Eine Annäherung an den Komponisten Friedhelm Döhl

                                    

Regie: Michael Dreyer, Hugo German Gaido, Günter Wallbrecht

Kamera: Günter Wallbrecht, Felix Lübbert u.a.

Musikaufnahmen: Thomas Fricke-Masur

Schnitt: Günter Wallbrecht

Produktion: DreyerGaido 2014



Der Komponist Friedhelm Döhl zählt zu den großen zeitgenössischen Komponisten Deutschlands und ist zugleich immer auch ein „Geheimtipp“ geblieben.

Das Filmportrait stellt den Künstler, der heute in Lübeck lebt, sein Werk und seine zahlreichen Bezüge zur zeitgenössischen bildenden Kunst vor. Wir begleiten Döhl in Arbeitssituationen mit international bekannten Musikern wie Johannes Moser, lassen Weggefährten wie Björn Engholm und Peter Becker zu Wort kommen. In Konzertausschnitten, Proben- und Arbeitssituationen wird seine Musik vorgestellt.